Wie Sie Transformatorenöl trocken und sauber lagern, warum Fässer „atmen“ und wann Öl vor dem Befüllen getrocknet und entgast werden muss.
Transformatorenöl verliert seine wichtigste Eigenschaft – die Isolierfähigkeit – schon durch geringe Mengen Wasser oder Partikel. Wie es gelagert, umgefüllt und eingefüllt wird, ist deshalb fast so wichtig wie die Wahl des Öls.
Shell schreibt im Datenblatt zu Diala S4 ZX-I, dass Isolieröle sauber und trocken gehalten werden müssen, dass Lagerbehälter ausschließlich für Elektroanwendungen genutzt werden und luftdichte Verschlüsse haben sollen und dass die Lagerung möglichst in klimatisierten Innenräumen erfolgt. Das Sicherheitsdatenblatt ergänzt: kühl und gut belüftet bei Raumtemperatur lagern; geeignet sind Behälter aus Weichstahl oder HDPE, ungeeignet ist PVC. Lagerklasse nach TRGS 510: 10.
Neues Öl darf nach IEC 60296 im Fass oder IBC bis 40 mg/kg Wasser enthalten und muss im Lieferzustand nur 30 kV Durchschlagspannung erreichen; die geforderten 70 kV gelten nach Laboraufbereitung. Für Hochspannungsgeräte wird nach dem Befüllen deutlich weniger Wasser verlangt. In der Praxis heißt das:
Shell liefert Diala S4 ZX-I bereits getrocknet aus (typisch 14 mg/kg in Fass und IBC, 10 mg/kg als lose Ware). Ob eine weitere Trocknung nötig ist, ist nach Anwendung und Herstellervorgabe zu entscheiden.
Für die Erstbefüllung großer Transformatoren und für Ölwechsel liefern wir Transformatorenöl europaweit im Tankwagen. Lose Ware hat gegenüber Fassware den Vorteil, dass das Öl nicht in viele Einzelgebinde umgefüllt werden muss – jedes Öffnen und Umfüllen ist eine Gelegenheit für Feuchte und Partikel.
Die Shell-Diala-Öle sind nach CLP mit H304 gekennzeichnet („Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege tödlich sein“, Signalwort „Gefahr“, GHS08). Nicht verschlucken, Hautkontakt vermeiden, geeignete Schutzhandschuhe tragen. Maßgeblich ist das aktuelle Sicherheitsdatenblatt.
Transformatorenöl von der Vielhauer GmbH
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Die Hersteller nennen keine feste Frist. Entscheidend ist, dass das Öl trocken, sauber und in dicht verschlossenen Originalgebinden gelagert wird. Vor dem Einsatz von länger gelagertem Öl sollten Wassergehalt und Durchschlagspannung geprüft werden – das übernehmen wir im eigenen Labor.
Besser nicht. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, Fässer liegend, abgedeckt und erhöht lagern, mit beiden Spundöffnungen waagerecht nebeneinander (3-Uhr- und 9-Uhr-Stellung). Durch Temperaturwechsel „atmet“ ein Fass und kann sonst Wasser aus der Fassrandmulde ansaugen.
Für Hochspannungsgeräte in der Regel ja. IEC 60296 erlaubt im Lieferzustand bis 40 mg/kg Wasser in Fass und IBC und verlangt 70 kV Durchschlagspannung erst nach Aufbereitung; für neu befüllte Transformatoren über 72,5 kV wurden nach IEC 60422 (2013) höchstens 10 mg/kg Wasser genannt. Deshalb wird Öl vor dem Befüllen meist unter Vakuum getrocknet, entgast und gefiltert.
Shell, Diala und Shell MIDEL sind Marken der Shell Brands International AG. Sie werden hier ausschließlich zur Bezeichnung der Originalprodukte verwendet. Die Vielhauer GmbH vertreibt Shell-Diala-Produkte als unabhängiger Händler. TotalEnergies und ISOVOLTINE sind Marken der TotalEnergies SE. Alle technischen Angaben sind typische Werte aus den Datenblättern der Hersteller (Stand Oktober 2026) und keine Spezifikation; maßgeblich ist das jeweils aktuelle Datenblatt.
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